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Warum Software Projekte in jedem zweiten Unternehmen scheitern und wie Du dies für Dein Business verhindern kannst


Du planst Software für Dein Unternehmen einzuführen? Viele Menschen vermuten, dass IT-Projekte im Wesentlichen technische Herausforderungen beinhalten, die ausschließlich durch Entwickler gelöst werden müssen. Diese Annahme ist falsch. In diesem Artikel zeigen wir Dir die Hauptursache warum IT-Projekte scheitern und was Du dagegen tun kannst, um mehr Erfolg zu haben.

Hier wäre eine verlassene Lagerhalle zu sehen.
Gescheiterte Software Einführungen sehen bildlich aus wie diese verlassene und verfallene Lagerhalle (Bild Source: pexels.com). Niemand arbeitet mit der Software. Zeit und Geld, die dabei investiert wurden sind leider verloren.

Hier kommt die große Statistik der IT-Projekt Misserfolge

Wir beziehen uns auf die nackten Zahlen des Chaos Reports der Standish Group, die sich seit 1994 mit Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren in IT-Projekten beschäftigen. Hierbei wurden bereits über 40.000 Einzelprojekte wissenschaftlich untersucht. Die meisten IT-Projekte scheitern nach Erkenntnissen dieser Studie aus folgenden Gründen:

  • Unvollständige Anforderungen 13%
  • Mangelnde Nutzerbeteiligung 12%
  • Ressourcenknappheit 11 %
  • Unrealistische Erwartungen 10%
  • Mangelnde Management Unterstützung 9%
  • Wechselnde und unklare Anforderungen 9%
  • Mangelnde Planungen 8%
  • Produkt obsolet 7%
  • Technologische Probleme 4%

Jedes zweite IT-Projekt scheitert aufgrund der Ziele und Anforderungen

Der Umgang mit fachlichen Anforderungen (betrifft die Punkte Unvollständige Anforderungen + Mangelnde Nutzerbeteiligung + Unrealistische Erwartungen + Wechselnde Anforderungen) stellt mit rund 44% den wichtigsten Erfolgsfaktor innerhalb IT Projekte dar.

 

In vielen gescheiterten IT-Projekten bestand keine Einigkeit darüber, welchen Umfang das Vorhaben annehmen sollte. Schon im eigenen Unternehmen sind unterschiedliche Interpretationen kritisch.

 

Noch problematischer ist es, wenn Anfragen bei IT-Dienstleistern nicht klar formuliert sind und unterschiedliche Erwartungshaltungen beinhalten. Wichtige Stakeholder (im Wesentlichen System-Anwender und Entscheider) werden oft vergessen oder nicht ausreichend eingebunden.

  

Sprachliche Unzulänglichkeit ist weit verbreitet. Missverständnisse in der Kommunikation sind einer der Hauptgründe für die nachträglich notwendige Änderung von Anforderungen. Diese nachträglichen Änderungen finden ohne Abstimmung und Rücksprache statt und werden nirgendwo oder nur unzureichend dokumentiert, was zu explodierenden Kosten führt.

Das Problem mit den Anforderungen in den Griff bekommen

Die Methoden für ein gutes Anforderungsmanagement sind einfach zu lernen und lassen sich gut in der Praxis umsetzen.

 

Man definiert zuerst, welche Probleme mit einer Software gelöst werden sollen (Projektziele). Danach leitet man den Kontext (Betrachtungsumfang / Scope) ab, in dem man sich bewegt, legt fest welche Prozesse betroffen sind, definiert die optimalen Arbeitsabläufe und spezifiziert am Ende die Anforderungen zu den gewünschten Funktionen.

 

Relativ einfach ist das Ganze, wenn wenige mitreden würden, welche die gleiche Sprache sprechen, ähnliches Know How mitbringen und sich über das Endergebnis einig sind. Kleinere Unternehmen haben hier einen deutlichen Vorteil.

  

Was die Sache kompliziert macht, sind große Projekte mit vielen Beteiligten, die verschiedene Interessen verfolgen. Je größer das Projektteam, desto größer ist die Herausforderung die Meinungen, Bedürfnisse, Anforderungen und Befindlichkeiten der so genannten Stakeholder (Personen, die mehr oder weniger über das Endprodukt entscheiden dürfen oder damit arbeiten müssen), unter einen Hut zu bringen.

Fazit

Fast jedes zweite IT- oder Softwareprojekt scheitert, weil Anforderungen nicht klar definiert und dokumentiert werden. Egal ob Großkonzern, Mittelstand oder kleines Unternehmen. Wer erfolgreich Business Software einführen möchte, der sollte sich zuvor wichtige Methoden aus dem Anforderungsmanagement aneignen und diese konsequent einsetzen.

 

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